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Folge

Folge 8: Praetorius - Die tanzenden und singenden Katzen

Diesmal haben wir was ganz besonderes:
Erstens gibt es heute kein Gedicht.
Zweitens geht es dabei um kaputte Katzen.
Und drittens wußten wir bei Redaktionsschluß immer noch nicht, wie der Text gemeint ist.
Trotzdem wünscht das Bondageprojekt viel Spaß …

… mit dieser “Legende” aus dem 17. Jahrhundert, die beweist, daß auch damals die Grenze zwischen Wahn- und Irrsinn nur sehr dünn gewesen sein mußte.
Jemand, der das wußte:
Der Herr Johannes Praetorius, selbst ein Spaßvogel, der sich mit allerlei Namensfedern schmuckte (allein uns sind sieben Pseudonyme bekannt, der Forschung sicher noch mehr). Vielen bekannt als Vater des “Rübezahl”, über den er drei Anthologien zeitlebens zusammentrug.

Unser besonderer Dank gilt “Shima”, der geschorenen Siam-Katze, auch “Pudel-Cat” genannt, für ihre herausragenden schauspielerischen Leistungen.

 
 Praetorius: Die tanzenden und singenden Katzen [2:38m]: Abspielen | Im Popup abspielen | Download

Die tanzenden und singenden Katzen

Als einstmals ein Bauernknecht am Gehege der Pferde gewacht und in einer Hütte ein kleines Feuer gehabt, ist zu ihm eine Katze gekommen, zu der er gesprochen: Kätzlein, komme her zu mir und wärme dich! da ist eilends ein Haufen Katzen zusammengekommen. Und die erste hob an und tat einen Vortanz, und die anderen sind ihr gefolgt und haben beim Tanzen gesungen: Katzentier, komm her zu mir, sprach der gute Johann von Bremen zu mir (denn das war des Knechts Namen), und wärme dich. Der Knecht war zunächst erschrocken, da er aus einer Katzengestalt eine Menschenstimme hörte; als er aber Mut gefaßt, hat er mit seiner Geißel um sich gehauen und die Katzen zerstört.

Kommentare

[…] sich – man würde es vom Namen her nicht vermuten – mit deutscher Lyrik, wobei allerdings auch Katzen verarbeitet werden. Nun soll Dichtung freilich zu fesseln vermögen; der Name wurde jedoch nach Bekunden der […]

Bondage « Turmsegler / 24 Apr 2007, 12:45 / #

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